Schwerpunkte - Hautkrebsvorsorge | Drucken |  E-Mail
Hautkrebsvorsorge

In den letzten Jahrzehnten haben Krebserkrankungen der Haut in starkem Maße zugenommen. Unter den verschiedenen Formen des Hautkrebses ist das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) eine besonders rasch und bösartig verlaufende Erkrankung. Andere Haut- krebsformen wie das Basaliom bilden zwar nie oder wie das Spinaliom nur selten Metastasen (Tochtergeschwülste), können aber gerade im Gesicht schnell und sehr zerstörerisch wachsen. Plattenepithel- Karzinome wachsen meist sehr langsam, können aber auch Tochter- geschülste bilden; Hautkrebsvorstufen sind der Morbus Bowen und aktinische Keratosen, die in Hautkrebs übergehen können.

Für das zunehmende Auftreten von Hautkrebserkrankungen werden insbesondere häufige Sonnenbrände im Kindesalter und die aufge- nommene Gesamtdosis von UV-B-Bestrahlung verantwortlich gemacht. Die Vermeidung übermäßiger Sonneneinstrahlung und ein ausreichen- der Sonnenschutz können das Krebsrisiko schon entscheidend verringern.

Nach einer Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse hat die Zahl der stationär behandelten Hautkrebspatienten in Schleswig-Holstein in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Anstieg von 1750 Patienten im Jahre 2003 auf 2500 Patienten im Jahre 2008. Wir gehen davaon aus, dass vor allem durch die inzwischen häufiger durchgeführten Haut- krebsvorsorgeuntersuchungen bei mehr Patienten Hautkrebs festge- stellt werden konnte. Bei frühzeitiger Entdeckung und operativer Entfernung - auch der Hautkrebsvorstufen - ist Hautkrebs nahezu immer heilbar. Daher ist eine regelmäßige, genaue und vollständige Untersuchung der Haut (Hautkrebsscreening) durch erfahrene Dermatologen besonders wichtig. Die Untersuchungsabstände richten sich nach dem individuellen Risikoprofil eines Patienten.

Zum Leistungsumfang unserer Praxis gehört die ausführliche Beratung über vorbeugende Maßnahmen ebenso wie das umfassende Hautkrebsscreening. Dabei setzen wir für die Untersuchung auffälliger Male ein Auflichtmikroskop ein, das eine bessere Beurteilung der Hautveränderung ermöglicht. Auf Wunsch ist der Einsatz eines neuen digitalen Auflichtmikroskopie-Systems (BIOCAM) möglich, mit dem die untersuchte Hautveränderung computergestützt analysiert und das Ergebnis elektronisch gespeichert wird, so dass die Hautbefunde bei späteren Kontrolluntersuchungen verglichen und Veränderungen sicher erkannt werden können; für diese zusätzliche Leistung berechnen wir ein Honorar nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung (Hautkrebsscreening) gehört seit dem 1. Juli 2008 zum Leistungsumfang auch der gesetzlichen Kranken- kassen und Ersatzkassen, allerdings grundsätzlich erst ab dem 35. Lebensjahr und lediglich alle zwei Jahre. Neu: Seit dem 1. Januar 2010 haben Versicherte der AOK, der BEK/GEK und der TK bereits ab Geburt bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening durch Hautärzte. Die meisten Betriebskranken- kassen, die der BKK-Vertragsgemeinschaft Nord angehören, tragen für ihre Versicherten bereits ab dem 16. Lebensjahr bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres jährlich einmal die Kosten des Hautkrebsscreenings; für Versicherte der Bundesknappschaft werden die Kosten des Haut- krebsscreenings ebenfalls ab 16. Lebensjahr übernommen, aber ledig- lich alle zwei Jahre. Wir informieren Sie gern über die für Sie geltende Regelung.

Die meisten bösartigen oder verdächtigen Hautveränderungen werden in unserer Praxis - auch mit dem Ziel einer möglichst ästhetischen Narbenbildung - operativ entfernt. Durch eine feingewebliche Unter- suchung (Histologie) kann dann die Diagnose gesichert und festgestellt werden, ob der Tumor vollständig im Gesunden entfernt wurde.